…und bevor du gleich wieder verschwindest, weil du (noch) keine Mutter bist – diese Tipps werden dir weiterhelfen, egal ob du Kinder hast oder nicht. Aber ich wollte einfach eine Hommage schaffen – an die Mütter unter uns Business Frauen.

Denn auch wenn ich Respekt habe vor JEDER Frau, die pro-aktiv dabei ist, sich ihr Traumbusiness aufzubauen, für uns Mütter ist es einfach noch mal einen Zacken härter. Wir haben weniger Zeit und auch weniger Raum im Kopf für unser Business, denn unsere Kinder kommen immer zuerst.

Daher – wenn du ein Mompreneur bist: Hut ab! Du machst das GROSSARTIG! Egal, wo du in deinem Business gerade stehst – bleib dran! Du schaffst das!

Und hier sind meine 10 Überlebens-Tipps für dich!

1. Tu was du liebst.

Sich selbstständig zu machen ist hart. Dazu braucht es Mut, Entschlossenheit und Einsatz. Du wirst deine Komfortzone verlassen. Es wird viel Kraft, Zeit und Mühe in Anspruch nehmen und (ein wenig) Geld kosten. Daher ist es so wichtig, dass du etwas tust, das du liebst, für das du eine Leidenschaft besitzt, denn sonst wirst du es sehr schwer finden, dich jeden Tag aufs Neue zu motivieren. Daher finde heraus, was du wirklich machen willst.

Zu diesem Beitrag habe ich ein Video im Auto gemacht. Leider ist es ein wenig lang geworden!

Aber wenn du Zeit und Lust drauf hast – hier bekommst du mich, so wie ich bin! Wenn du weniger Zeit hast, gibt es das Ganze unten noch einmal als Präsentation (halb so lang) und als Audio zum Download.

2. Tu es nicht des Geldes wegen.

Es wird eine Weile dauern (statistisch 2 bis 3 Jahre)bevor du mit deiner Selbstständigkeit Geld verdienst. Klar kann es sein, dass du es schneller schaffst, und dass du etwas aufbaust, was wirklich lukrativ ist. Aber wenn du es wegen des Geldes tust, warten viele Monate der Frustration auf dich.

Wenn du heute vielleicht sogar finanziell mit dem Rücken zur Wand stehst, wird es sehr schwer, voller Energie und Kreativität in dein Geschäft zu starten. Und wenn du Pech hast, wird dir mittendrin finanziell die Puste ausgehen. In dem Fall bist du besser dran, erstmal in deinem Job zu bleiben, vielleicht in Teilzeit, bis du dir ein zweites finanzielles Standbein aufgebaut hast.

3. Achte zuerst auf DICH.

Ich weiss, dass sich das für eine Mutter beinah unmöglich anhört, denn natürlich kommen die Kinder immer zuerst. Aber du kennst sicherlich diese Anweisung im Flugzeug – setz zuerst dir selbst die Sauerstoffmaske auf, bevor du anderen hilfst. Das gilt auch für dein Leben und für dein Business.

Denn wenn du selbst müde, antriebs- und energielos bist, dann hast du auch für andere und für dein Business nichts mehr übrig. Und wenn du ausbrennst oder sogar krank wirst, dann hat niemand etwas davon – du nicht, deine Kinder nicht und auch nicht all die anderen Menschen und Dinge in deinem Leben, um die du dich sonst noch kümmern musst. Daher…

4. Lege deine Regeln fest!

Die meisten von uns Business Müttern arbeiten von zu Hause. Und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen – das ist zugleich ein Segen und ein Fluch. Klar – du sparst eine Menge Zeit, du musst dich nicht morgens mit all den anderen aus der arbeitenden Bevölkerung in die Bahn oder in den Stau stellen. Aber dafür hast du es schwerer, Arbeitszeiten einzuhalten und vor allem – Feierabend zu machen.

Und da niemand anderes mehr da ist, der dir vorschreibt, wann du arbeitest und wann du Pausen machst, musst du dir von Anfang an feste Regeln zulegen…und dich daran halten.

  • Zu welchen Zeiten willst (und KANNST) du arbeiten?
  • Wann ist Feierabend, wann stellst du den Computer aus?
  • Wann tust du die Dinge, die dir Energie geben, wo du dich wirklich erholst – sei es beim Kaffee mit Freundinnen oder beim Sport oder bei einer Massage?

Diese Zeiten musst du fest einplanen, wenn du nicht irgendwann zusammenklappen willst. Ausserdem musst du Regeln haben darüber, was du bereit bist, in deinem Business zu tun, und was nicht. Habe Regeln über dein Angebot und Schuster, bleibe bei deinen Leisten.

Als ich angefangen habe mit meinem Web Design und Online Marketing Business, wollte ich Webseiten machen. Natürlich fragten die Leute schnell auch nach anderen Dingen – z.B. Suchmaschinenoptimierung. Ich Dösel habe mich oft zu solchen Leistungen hinreissen lassen. Aber obwohl ich das ordentlich gemacht habe, hat es einfach nicht so richtig funktioniert – das hat mir schlaflose Nächte beschert und Kunden, die nicht wirklich glücklich waren, mit den Resultaten, die sie bekommen haben.

Lass die Finger davon, alles für alle sein zu wollen! Und bleib deiner Expertise treu.

Drittens ist es wichtig, dass du Regeln hast, was deine Kunden betrifft. Arbeite nur mit Menschen zusammen, die zu dir passen, die dieselbe Mojo haben, dieselben Wertvorstellungen. Denn genau so wichtig, wie WAS du tust ist, mit WEM du es tust. Und es gibt nichts schlimmeres als Kunden zu haben, vor denen es dir graust. Wo du vor jedem Gespräch Bauchschmerzen bekommst. Glaub mir, das ist es nicht wert!

Leg deine Regeln fest und befolge sie, auch wenn du es dir scheinbar „noch“ nicht leisten kannst. Schlechte Gewohnheiten wird man schwer wieder los.

5. Gib dir Zeit.

Erfolgreich selbstständig sein ist kein Wettlauf. Dein Business ist immer eine Baustelle, und es gibt immer etwas zu tun. Aber die Arbeit läuft dir nicht weg! Sie ist morgen auch noch da. Das wichtige ist nicht, alles auf einmal zu schaffen, das wichtige ist, dass du einen Fokus hast, ein Ziel vor Augen, und Schritt für Schritt darauf hinarbeitest.

Hab Geduld (du wirst sie brauchen) – und denk dran: Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Einer meiner grössten Frustrationen entstand daraus, dass meine erste Mentorin uns in meinem ersten Coaching Kurs erzählt hat, dass sie innerhalb von 3 Monaten in ihrem Business mehr als $10 000 im Monat verdient hat. Das wurde mein erklärtes Ziel. Ganz ehrlich – ich habe JAHRE gebraucht um dort hinzukommen und war ständig frustriert deswegen.

Daher – lass dich nicht von anderen blenden. Mach dein Ding. Und setz dich nicht unnötig unter Druck.

6. Pflege deine Beziehungen.

Beziehungen sind in deinem Business buchstäblich Gold wert. Daher bau dir so viele gute Beziehungen auf wie irgend möglich – schliesse Business Bekanntschaften, finde Kooperationspartner und Mitarbeiter. Am Ende wird sich das nicht nur finanziell auszahlen, sondern dein Business Netzwerk wird das Herz und die Seele deines Unternehmens sein.

7. Erlaube dir, Fehler zu machen.

Eben Pagan, einer meiner Business Helden & wahnsinnig erfolgreicher Internetmarketer aus den USA, hat mal gesagt:

„Ein Entrepreneur ist jemand, der sich bewusst ist, dass fast alles, was er in seinem Business versucht, NICHT funktionieren wird, und der so lange weitermacht, bis er etwas findet, DAS funktioniert.“

So war es auch bei mir – ich habe wahnsinnig viel probiert, und unzählige Fehler gemacht, bevor ich die Dinge gefunden und perfektioniert habe, die für mich funktioniert haben. Fehler sind dazu da, dass wir daraus lernen und sind ein Zeichen dafür, dass wir etwas tun! Daher mache so viele Fehler wie du kannst so schnell wie du kannst – umso schneller wirst du herausfinden, was funktioniert, und umso schneller wirst du Erfolg haben.

8. Verstehe deine Rolle in deinem Unternehmen.

Wenn wir uns selbstständig machen bekommen wir viel negative Kommentare aus unserem Umfeld. “Was??? Du willst deinen tollen Job aufgeben? Bist du verrückt? Was willst du machen? Wer braucht das denn?” usw. usf. Was uns niemand sagt ist, dass wir in unserem Business unter all den vielen Hüten, die wir tragen müssen, der wichtigste der des Marketers und des Verkäufers ist!

Das ist für die meisten von uns ein böses Erwachen. Tatsächlich sind das genau die beiden Dinge, mit denen wir in unserem Business viel Zeit verbringen müssen. Und es sind die Dinge, über die wir (meiner Meinung nach) immer die Kontrolle behalten müssen. Alle anderen Aufgaben kannst du delegieren und an andere abgeben, aber über das Marketing und den Verkauf musst du immer die Kontrolle behalten. Dessen solltest du dir bewusst sein.

9. Lerne, um Hilfe zu bitten.

Meine grossartige Kollegin Kathrin Bode sagt immer:

„Erfolg ist eine Kokreation, kein Einzelkampf.“

Und genau so ist es! Du kannst nicht alles alleine schaffen. Suche dir andere Menschen, die dich unterstützen. Das kann sein in Form von Gruppen von anderen Selbstständigen, die dich unterstützen, es kann sein in Form von Coaches oder Mentoren, die dich an die Hand nehmen, in Form von Mitarbeitern…und und und.

Gestehe dir ein, mit was du Hilfe brauchst und kommuniziere das – in deiner Familie, mit deinen Mitarbeitern und Freunden. Und du wirst schnell feststellen – du bist nicht allein! Und wenn du begeistert bist, von dem was du tust, wirst du andere mit deiner Begeisterung anstecken und sie werden bereit sein, dir zu helfen.

10. Kenne deine Prioritäten.

Ich spreche zu oft mit Frauen, die sich aufreiben in ihrer Selbstständigkeit, die gestresst sind und damit auch ihre Familie stressen. Bei mir kommen die Kinder immer zuerst. Meine Kinder sind mittlerweile 9 und 11 Jahre alt und ich kann dir sagen – die Zeit mit ihnen rennt mir davon. Was dir alle gesagt haben, als du Kinder bekommen hast, dass sie viel zu schnell gross werden, ist ein absolut wahres Cliche.

Denk unterwegs immer daran, vor allem deine Kinder zu geniessen. Dein Business läuft dir nicht weg. Dafür wirst du viel Zeit haben, wenn die Kinder etwas grösser oder aus dem Haus sind. Die Zeit mit deinen Kindern kann dir niemand zurückgeben, und du willst nicht eines Morgens aufwachen und feststellen, dass du deine Kinder ohne dich gross geworden sind.

Ich bin davon überzeugt: wenn eine Frau sich selbstständig macht, tut sie es vor allem aus dem Wunsch heraus, sich zu finden, sie selbst zu sein und über sich hinauszuwachsen. Deine Selbstständigkeit ist eine Reise zu dir selbst, auf der du lernen wirst,  aus was du gemacht bist. Und ich verspreche dir – egal wie lange es dauert, egal, ob du am Ende erfolgreich sein wirst oder nicht, diese Reise wird sich lohnen!

Und zum Abschluss noch das Audio zum Thema:

Welchen dieser Tipps findest du am nützlichsten? Hast du weitere Überlebens-Tipps für uns?

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