Denke nach und werde reich - Anders Geld verdienen SHOW

Nachdenken und reich werden ist heute aktueller denn JE! In dieser Episode bin ich im Gespräch mit Jana Misar und wir sprechen über Stilvoll Geld verdienen mit Aktien. 

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TU DAS - mit Aktien!

Kathrin: Hey! Hallo und herzlich willkommen. Ich bin es, wie immer, deine Kathrin Luty von Frauenbusiness. Und dies ist die Denke lange und werde Reich – Anders Geld Verdienen Show. Und ich freue mich riesig. Ich sitze heute hier mit einer meiner Mentorinnen, das ist die Jana Misar. Jana habe ich auf einem ganz besonderen Event kennengelernt, über das Jana uns gleich auch ein bisschen was erzählen wird. Und bei Jana geht es um High-Heels-Rendite. Und wir werden sprechen über spannende Themen, wie Investieren, Aktien und so weite rund so fort. Da ist Jana wirklich für mich die Top-Frau in Deutschland und ich freue mich riesig, dass du zugesagt hast. Hallo, liebe Jana.

Jana: Ja. Hallo, liebe Kathrin. Und hallo an alle die gerade zuhören, zusehen. Ich freue mich riesig mit dir gleich zu plaudern.

Kathrin: Ja. Und bei mir geht es immer los mit der Schnellfrage-Runde. Sieben Fragen. Kurze Antworten. Auf geht’s. Also, Lieblingsfarbe, Jana? 

Jana: Rot.

Kathrin: Lieblingsort?

Jana: Mallorca.

Kathrin: Lieblingsmensch?

Jana: Mein Mann.

Kathrin: Die beste Entscheidung, die du je getroffen hast?

Jana: Meinen Job zu kündigen und Frauen für das Thema Investieren zu begeistern. 

Kathrin: Wie alt bist du?

Jana: 35.

Kathrin: Deine beste Tat?

Jana: Meine beste Tat. Ja, eben auch Frauen zu Investorinnen zu machen und einfach positiv auf diese Art und Weise beizutragen.

Kathrin: Und was ist Erfolg für dich?

Jana: Wenn es nach meiner Definition geht, also wenn ich es für mich selbst kreieren kann.

Kathrin: Absolut. Sehe ich auch so. Wunderbar. Spannende Antworten. Also wirklich, bisher hat jeder bei beste Entscheidung gesagt sich selbständig zu  machen. 

Jana: Ja, also ich habe ja auch meinen Job gekündigt. Und es ist wie Tag und Nacht, wie du arbeitest. Du hast eine ganz andere Energie, einen ganz anderen Fokus und du trägst anders bei. Das ist es.

Kathrin: Total. Ich war gestern auf einem Event, wo ich kurz gesprochen habe und da war so eine Mischung, was ich selten habe, zwischen Angestellten und Businessfrauen. Und das Mindset geht halt doch eben Meilenweit auseinander, aber gut. Pass auf meine Liebe. Du hast eine super spannende Geschichte, aber fang doch mal damit an, was machst du? Was ist deine Berufsbezeichnung? Und was ist so das was du machst? Denn du hast ja nicht nur ein Investitionsprogram, sondern du hast auch eine Lifestyle University und, ach was du alles machst.

Jana: Ja, also im Grunde bin ich Investorin, vor allem Aktieninvestorin, und Unternehmerin. Und ich habe, wie gerade auch schon erwähnt, vor drei Jahren meinen Job gekündigt bei einem Konzern. Habe da super gut verdient. Das war auch eine super wichtige Zeit auch in meiner Entwicklung, also zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Aber ich wusste irgendwann es ist für mich nicht mehr das, wo ich mich so entfalten kann, wie ich möchte. Also habe ich den Job gekündigt und habe im ersten Stadium die Life Design University gegründet, wo man das lernt, was man in der Schule nicht lernt. Dazu gehören natürlich wahnsinnig viele Dinge. Und es haben sich durch etliche Online-Kongresse, die ich veranstaltet habe, durch einen Live-Kongress, den ich veranstaltet habe, und durch die Kommunikation mit meiner Community, im Grunde drei große Thema herauskristallisiert auf die wir uns konzertieren. Und das eine Thema ist: Wie baue ich ein Business auf.

Dann das zweite große Thema ist: Wie investiere ich. Und zwar nicht auf diese konventionelle Art und Weise, wie es die Masse kennt. Ich renne zum Bankberater und der Bankberater empfiehlt mir einen Fond, sondern wie machen es denn eigentlich die Profis. Und wir wollen diese Profi-Liga an die Privatanbieter bringen. Das heißt sowohl auf der Immobilienseite, als auch auf der Aktienseite, also es gibt verschiedene Dinge. Das heißt wir wollen den Privatanlegern einfach auch Möglichkeiten aufzeigen, was geht denn jenseits des Sparbuchs und der aktiv gemanagten Fonds.

Und das dritte große Thema ist einfach Life Design, also wie kreierst du dir dein Leben, weil jeder hat eine eigene Vorstellung vom glücklichen Leben. Und deine sieht anders aus als meine und das ist quasi dann auch das, was diese ganzen Themen irgendwie verbindet, was das Fundament schafft, was das Endziel auch ist, einfach dieses individuelle Life Design für sich zu entdecken und zu Leben.

Kathrin: Super.

Jana: Und ja.

Kathrin. Sorry. Nun bist du ja auch nicht mit einem silberneren Löffel im Mund geboren. Also erzähl mal, was ist dein Background? Wie wird man zu so einer erfolgreichen Unternehmerin und Investorin?

Jana: Also ganz oft ist es ja so, wenn man auch Karrieren von Menschen studiert, die irgendwas erreicht haben im Leben, die wenigstens hatten ja diesen silbernen Löffel, sondern ganz oft wirst du ja in irgendeiner Form angetrieben. Also es muss irgendwas sein, was dich antreibt. Und bei mir waren das verschieden Dinge. Also ich bin in Tschechien geboren und in Russland aufgewachsen und komme aus super einfachen Verhältnissen, also nicht Unternehmerfamilie oder Investorenfamilie, also gar nicht. Sondern mein Papa war im Grunde bei der russischen Armee tätig, deswegen sind wir dann auch so viel rumgekommen.

Also dadurch, dass er quasi in seiner Ausbildung eine der Jahrgangsbesten war, hatte er das Privileg anderen Ländern überhaupt zu dienen, in anderen Ländern zu sein. Und dazu gehörte leider auch Afghanistan, er war auch knapp ein Jahr in Afghanistan stationiert, ist, Gott sei Dank, heil zurückgekommen. Also viele seiner mit denen er gedient hat sind auch gestorben. Er ist, Gott sei Dank, zurückgekommen.

Und dann waren wir eben in der Tschechoslowakei, in der ehemaligen Tschechoslowakei stationiert. Da bin ich dann zu Welt gekommen und dann irgendwann zu DDR Zeiten wurde er nach Leipzig geschickt. Also Leipzig, Meerseburg, da waren dann diese russischen Kasernen und ja, da waren wir dann auf einmal. Ja, es war eine ganz spannende Zeit, aber im Grunde lebten wir in so einer Blase. Also du hast nur diese Kasernen gesehen und ich bin in den Kindergarten gegangen und das war’s. Und dann passierte was Großes geschichtlich, zum einen der Mauerfall und dann der Zerfall der Sowjetunion. Und das hieß für meinen Papa und natürlich für die gesamte Armee eine wahnsinnige Unsicherheit. Die wussten nicht wo geht es jetzt hin.

Also ich meine die ganze Welt war auf einmal: Oh Gott, Hilfe. Also das gab es ja lange, das war ein Wahnsinns Ereignis. Auf jeden Fall war eigentlich die Perspektive bei meinen Eltern, dass die nach Sibirien versetzt werden sollten, nach Mormons. Das ist so eine Stadt, wo die Sonne irgendwie, keine Ahnung, nur vier oder fünf Stunden scheint und sonst ist es da dunkel und kalt und das ist am Arsch der Welt. Und meine Eltern, also vor allem meine Mama, war die treibende Kraft, die dann gesagt hat nein, wir bleiben.

Wir müssen, wir wollen anders leben, wir müssen Wege finden irgendwie in Deutschland zu bleiben. Und das haben sie dann im Grunde auch versucht und es hieß in der Konsequenz, dass sie im Grunde alles in Russland aufgeben, komplett bei Null beginnen in Deutschland, also alle Diplome mit gutem Abzeichen, die waren alle für die Katz, die konntest du eigentlich in den Ofen schmeißen. Und ja, er begann quasi bei Null. Hat auf dem Bau begonnen, hat Erdbeeren und Äpfel irgendwo gesammelt. Die Mama hat bei Quelle im Lager gearbeitet. Also wirklich ganz, ganz klein begonnen.

Und bei mir war es so in dieser unsicheren Zeit, wo wir quasi auch gar nicht wussten schaffen es die Eltern überhaupt, dass wir in Deutschland bleiben oder müssen wir zurück. Da habe ich quasi in dieser Zeit bei meinen Großeltern verbracht. Also da bin ich erstmal in die Schule gegangen Anfang der Neunzigerjahre und das war für mich auch eine extremprägende Zeit in Russland in diesem extrem kleinen Dorf zu sein mit irgendwie ein paar Tausend Einwohner, wo du im Grunde nur eine Schule hast, ein Krankenhaus, ein Friedhof, eine Kirche und mehr ist da eigentlich nicht.

Und dann eben in diesem geschichtlichen Kontext nach dem Zerfall der Sowjetunion, wo Chaos ausgebrochen war, wo ein Mangel auf einmal da war, den du eigentlich davor überhaupt nicht kanntest. Also eine wahnsinnige Inflation noch dazu kam, also du hattest irgendwie 1000 Rubel für ein Stück Brot bezahlt, hast ewig lange in den Schlangen gestanden, um dieses Stück überhaupt zu bekommen. Und dann eben meine Elter ganz weit weg und ich auch nicht wusste als kleines Kind, also so mit sieben, acht, klappt das, klappt das nicht.

Du hast ja auch damals nicht die Möglichkeit gehabt, so wie jetzt, Kontakt zu haben. Das heißt meine Mama konnte mit dem bisschen Geld, was sie dann hatten, sich so eine Telefonkarte kaufen, in die Telefonzelle sich stellen und mich fünf Minuten anrufen, einmal im Monat, und fragen wie geht es dir, uns geht es gut, und für mehr reichte es im Grunde nicht. Also das war eine extrem prägende Zeit für mich, die mich eingehend motiviert hat. Also ich habe irgendwie immer so gedacht okay, was ist wenn die mich nicht holen, was ist wenn ich für immer in diesem Dorf bleiben muss, das will ich nicht. Und dann habe ich auch meine Oma immer gefragt, weil wir auch immer so diese mexikanischen Telenovelas geschaut haben und da waren ja viele reiche Menschen und die waren noch so mit Untertiteln oder dieser Simultanübersetzung.

Und dann habe ich die Oma immer gefragt, wie kann man denn so leben, wie kann ich denn so leben. Also irgendwie habe ich mir da so naive, kindliche Fragen gestellt, die aber sehr wichtig waren. Und zwar, wie kann ich besser leben. Und meine Oma hat mir diese Frage sehr intelligent beantwortet. Ich bin sehr dankbar, dass sie die so beantwortet hat, weil sie hat nie gesagt naja, das ist nur für die möglich oder so, sondern sie sagte: wenn du anders leben willst, musst du was dafür tun. Das war für mich irgendwie ein Wahnsinns Satz, weil ich wusste es gibt für mich einen Weg und dieser Weg ist für mich tu halt was. Und das hieß in meiner Welt damals sei einfach gut in der Schule, also mach deine Hausaufgaben, sei gut in der Schule, gehör zu den Besten, sei Fleißig.

Es gab damals, wenn du es besser haben wolltest, einen klassischen Weg, der für mich in Frage kam, und zwar eben irgendwann eine Konzernkarriere zu haben, eine Karriere irgendwo zu haben. Und für mich kam dann dazu, also ich wollte unbedingt noch im Ausland studieren, und das war dann so mein Leitbild. Ich wollte nach Deutschland. Ich wollte mit meinem Eltern zusammen sein. Und ich wollte aus diesem Dorf raus. Und ich wollte studieren. Und das ist dann im Grunde auch irgendwann geschehen, also dann kam die Familienzusammenführung.

Also ich bin 1996 dann nach Deutschland eingereist und habe fast fünf Jahre dann in Russland bei meinen Großeltern gelebt, also eben getrennt von den Eltern. Und dann aber auch, als dann klar war, dass wir da bleiben durfte, mein Visum auch bekomme, dann war ich auf einmal da in der deutschen Schule. Ich war richtig getrieben, sehr schnell die Sprache gelernt, weil mich fragen auch viele, es ist ja nicht meine Muttersprache, also ich bin ja mit 11, 12 nach Deutschland, warum sprichst du so gut Deutsch. Naja, ich wusste warum es mache. Ich wollte studieren. Ich wollte eben nicht im Kleinen bleiben, sondern hatte so meine Visionen. Und war dann eben irgendwann mit dem Abitur fertig. Habe angefangen zu studieren und die Welt zu bereisen. Und irgendwann eben durch ein Praktikum im Investmentbanking, habe ich meine Passion für die Börse entdeckt und dann quasi diesen Weg für mich eingeschlagen.

Kathrin: Wow! Ein Leben in Kurzfassung, aber ich finde es mega spannend, weil wir vergessen das so oft, dass es eben auch noch andere Ursprünge gibt, als schön gepflegt in Deutschland groß zu werden. Die Deutschen haben es auch sehr mit dem Beklagen und dem Meckern und mit diesem Jammern auf sehr hohem Niveau.

Jana: Oh ja!

Kathrin: Und ich finde es total wichtig, dass wir uns ab und zu in Erinnerung rufen, dass es nicht überall so ist und dass nicht alle mit diesem Möglichkeiten auf die Welt gekommen sind, also total spannend.

Jana: Und ich weiß auch noch als ich mit diesem Zug, also ich bin nicht reingeflogen, das war viel zu teuer. Ich bin dann halt tagelang mit diesem Zug von Russland nach Deutschland gefahren, also meine Mama hat mich in Russland abgeholt. Und dann fahren wir halt mit diesem Zug rein in den Leipziger Hauptbahnhof. Und das war für mich, ich weiß noch, ein Gefühl von „Ich bin im Paradies“. Also wirklich, ich reiste ins Paradies ein. Also das war wirklich so ein Gefühl, ich bin die auserwählte, die privilegierte Person auf dieser Erde, die das Privileg hat jetzt in Deutschland aufzuwachsen und da was zu kreieren und da einfach zu sein, also das war für mich ein Wahnsinns Gefühl.

Kathrin: Ich meine, fünf Jahre ohne deine Eltern.

Jana: Ja, war heftig.

Kathrin: Genau. So, und dann hast du also in London in dieser Investmentbank ein Praktikum gemacht und da hast du festgestellt, das ist ziemlich cool so mit Zahlen kannst du gut und Unternehmen ist spannend.

Jana: Ja. Das ist ja so interessant. Es war noch nicht mal das Thema, dass ich gut mit Zahlen war. Ich war normal mit Zahlen, würde ich sagen. Vor allem ich hatte auch erstmal so einen Schock, als ich das erste mal in Russland zur Schule gekommen bin, das war 1991, und die russische Schule muss man sich so vorstellen, da geht es ab der ersten Klasse hart zur Sache. Das heißt da rechnest du nicht nur bis 10, du rechnest mindestens bis 100 und ab der zweiten geht es los mit multiplizieren, dividieren, das ganze Programm.

Also das geht so krass rein. Im Mai endet das Schuljahr, ab ersten September starte es und im Mai endet es. Und ich bin im März nach Russland gekommen. Und aus so einem soften, sanften – ich war in so einer Art Vorschule, erst Klasse in Deutschland, aber das war easy, da habe ich mit Stäbchen irgendwie bis 10 gezählt. Und auf einmal hieß es ich muss in Mathe im Mai quasi, es gibt jedes Jahr eine Abschlussprüfung, auch in der ersten Klasse. Du schreibst eine kleine Abschlussprüfung. Und ich komme in diese Mathestunde, das war für mich so ein Schock und ich verstehe gar nichts und die rechnen schon bis 100.

Und ich komme überhaupt nicht klar. Also ich habe jetzt nicht das beste Verhältnis zu Zahlen von Anfang an gehabt, sondern dachte erstmal ich packe es nicht, ich bin zu dumm oder so. Und mein Opa hat dann mit mir sehr viel geübt. Also ich bin reingekommen, habe dann auch die Prüfung bestanden, bin auch weiter versetzt worden in die Zweite. Das heißt diese automatische Schussfolgerung du musst gut mit Zahlen sein, um Investoren zu sein oder die Börse spannend zu finden, das ist gar nicht der Fall. Du brauchst auch nur die simpelste Mathematik fürs Investieren.

Du brauchst andere Skills, um erfolgreiche Investorin oder Traderin zu sein. Und als ich einfach in diesem Praktikum war in London, da war es für mich einfach so es war irgendwie spannend. Ich war in diesem Händlersaal, also so wie man das wirklich aus dem Fernsehen kennt, mit ganz vielen Screens und Charts und keine Ahnung. Und ich wollte einfach verstehen. Ich dachte, was machen die da, was bedeuten die Charts, ich will das jetzt einfach verstehen. Also da war so eine Neugier im Spiel und einfach so ein Gefühl: das ist es. Also manchmal haben wir dieses Bauchgefühl, das sagt, das ist es. Du kannst dann nicht erklären warum, aber du weißt das ist es jetzt, und das wusste ich. Und dann bin ich da eingestiegen. Also das war gar nicht irgendwie Mathe und Zahlen, die ich mochte, di waren mir total egal erstmal, sondern es war spannend, ich war neugierig darauf. Ich hatte so dieses Gefühl von Aufgeregt Sein, mich darauf freuen das zu lernen.

Kathrin: Das ist aber auch mit Sicherheit echt eine mitreißende Atmosphäre. Das ist zwar nicht immer positiv, was ich damit verbinde, aber so wenn man das, wie gesagt, im Film sieht, also man merkt schon dieses Adrenalin und diese Aufregung und dieses Pulsieren, also das kann ich total gut nachvollziehen. Aber du hast was sehr, sehr wichtiges gesagt. Du hast eben gesagt, als Investorin muss man nicht unbedingt ein Mathegenie sein oder überhaupt Zahlen lieben oder so, es braucht ganz andere Fähigkeiten. Was braucht es denn wirklich?

Jana: Also Investieren oder Traden ist im Grunde ein Skill, eine Fähigkeit, wie jede andere. Also wenn du Yoga praktizieren möchtest, braucht es auch eine gewisse Zeit bist du reinkommst und bis du durch deine Yoga Praxis einen Genuss empfingest, dass du wirklich merkst: oh wow, das tut mir wirklich gut, ich möchte mehr davon. Das ist genauso beim Meditieren. Wenn du das erste Mal meditierst denkst du: Hilfe, ich bin nach einer Minute schon draußen. Und du kommst nicht rein, was es heißt zu meditieren.

Und genauso ist das auch mit dem Investieren, du kannst es nicht nach einem Wochenende oder nach einem Tag, das ist ein Prozess. Und es kommt ja auch darauf an was lernst du. Geht es um Aktien bei dir, geht es um Immobilien. Das sind eigene Anlagespiele und die haben eigene Anlageregeln. Und das heißt du musst dann erstmal für dich verstehen warum willst du das lernen dieses Anlagespiel. Also da sind wir beim Thema Warum. Du brauchst einen Antrieb, weil es braucht Fleiß, um das zu lernen.

Und das andere ist, und das ist auch ein Warren Buffett oder ein Charly Munger, was auch meine großen Vorbilder sind. Sie sind Lernmaschinen, also sie haben Freude am Lernen. Sie haben Freude daran sich mit bestimmten Konzepten, Geschäftsmodellen zu beschäftigen und einfach zu wachsen. Und dieses Investieren bringt dir auch wahnsinnig viel als Unternehmerin. Also wenn du Aktieninvestorin bist, dann lernst du wahnsinnig viel über Geschäftsmodelle, du lernst wahnsinnig viel darüber wie funktioniert eine Bilanzanalyse, wie kannst du Unternehmen bewerten oder eine Idee für einen Unternehmenswert bekommen. Also das sind ja auch so allgemeinbildende Dinge. Viele denken beim Investieren oder Aktien nur an wilde Charts, ja die gehören dazu, da werden ja nur Preise abgetragen. Das ist ein Preis-Chart, nichts anderes. Und was aber dahinter liegt, also bei Aktieninvestments, du musst verstehen, dass eine Aktie eine Unternehmensbeteiligung ist.

Das heißt investieren ist einfache in Skill und du musst neugierig sein das zu erlernen und es braucht natürlich ein bisschen Zeit bis du da rein kommst. Aber das ist ein Skill, das nimmt dir nie wieder irgendjemand weg. Du kannst es dann einfach. Und wenn du da dein Fundament hast, dann kommst du auch viel einfacherer in andere Anlagespiele rein, weil du eben schon ein Fundament hast.

Kathrin: Ja genau. Und ich bin ja in deinem Kurs und ich finde es auch mega, mega spannend. Und was mir wirklich auch gut gefällt ist, dass du es wirklich auf die einfachen Sachen runterbrichst. Also du sagst es immer so möglichst einfach. Da gibt es ja auch diesen Spruch von Warren Buffett, also du hast mal dieses Interview erwähnt, das fand ich sehr spannend, wo, ich glaube nicht Warren selbst, aber sein Partner sagt: Ja, warum machen das noch nicht alle? Weil es so einfach ist, dass man sich das gar nicht vorstellen kann.

Jana: Ja, ich glaube das war Bill Gates, der dann Warren Buffett gefragt hat, sag mal Warren, das was du da machst, dein Investmentstyle ist so einfach. Also im Grunde sagt er ja kauf einfach gute Unternehmen, unter Wert oder zu einem fairen Preis. Kaufe nicht Schrott-Unternehmen zu einem überbewerteten Preis. Kaufe einfach Qualitätsunternehmen zu einem Preis der Sinn macht. Und da ist ja bei einer Immobilie auch so. Du kaufst eine Immobilie ja auch nur zu einem Preis der Sinn macht, der sich rechnet. Und dann sagte Warren, ja ich weiß, das ist total einfach, aber den Menschen fehlt im Grunde einfach die Geduld. Die Geduld auf den guten Preis zu warten. Die Geduld sich einfach mit bestimmten Unternehmen mal zu beschäftigen.

Und viele wollen super, super schnell Ergebnisse und das ist ja auch das, wodurch wir durch Werbung teilweise programmiert werden. Alles muss sofort, in der Sekunde, in zwei Tagen, in 10 Tagen, also so maximal darf es 14 Tage dauern, dann musst du das schon können. Und das ist Blödsinn. Also Erfolg, das sagt mein Manna auch immer, ist kein Event, es ist ein Prozess. Wenn du dich auf die Erfolgsreise begibst, was auch immer Erfolg für dich bedeutet, du wirst von Tag zu Tag besser. Und es gibt ja auch verschieden Stufen der Kompetenz, bis du auf einem Kompetenzlevel ankommst, wo du sagst, also Investieren, Traden, das ist für dich wie deine zweite Haut, das passiert nicht in 14 Tagen. Aber das kann wohl in einem Jahr, in zwei Jahren, in drei Jahren sein, wenn du einfach auf der Reise bleibst, genauso wie bei Meditieren, genauso wie beim Yoga. Und irgendwann willst du in den Yoga-Retreat. Irgendwann stehst du um sechs auf, um, bevor du zur Arbeit fährst, Yoga zu machen, weil du so drin bist, weil es so zu deiner zweiten Haut geworden ist. Das ist genauso ein Prozess auch da.

Kathrin: Absolut. Und du hast den Zeitpunkt angesprochen. Das ist ja beim Investieren eigentlich so das Wichtigste, oder?

Jana: Ja! Im Grunde geht es, also bei Aktieninvestments, also man muss ja unterscheiden, das etwas längerfristige Investieren in Aktien und das Trading. Aber beim längerfristigen Investieren geht es darum, dass du zur richtigen Zeit die richtigen Deals machst. Also zu richtigen Zeit die richtigen Aktien kaufst. Und eben wenn der Preis einen Sinn ergibt. Und wir sind gerade zum Beispiel in einem Markt, also Märkte unterlaufen oder durchlaufen ja immer bestimmte Phasen, das ist genauso wie unsere Wirtschaft, dass es bestimmte Phasen und Zyklen immer durchläuft. Also aktuell haben wir etwas, ich sage mal, eine etwas teure Bewertung, also die Märkte sind etwas überbewertet, das ist auch auf der Immobilienseite der Fall.

Das heißt da gilt es dann eben auch, und das ist auch wieder ein Skill, dass du dich dann einfach besinnst und sagst es ist zu teuer, es ist gerade fundamental nicht gerechtfertigt. Aber das Spannende an den Aktienmärkten ist trotzdem, dass uns die Märkte, weil die wirklich manchmal so ein bisschen wahnsinnig sind oder wie Charly Munger sagte, auch dieser Mister Market, dass er uns trotzdem durch bestimmte Events viele Aktien auch zu einem guten Preis wieder liefert. Und da gilt es eben nur ruhig zu bleiben und eben die eigenen Emotionen im Griff zu halten. Also Geduld haben, Emotionen im Griff halten, das ist ganz wichtig beim Investieren und auch beim Traden. Wenn du sofort so aufgeregt bist – Oh Gott, jetzt habe ich ein bisschen Geld. Jetzt investiere ich mein ganzes Geld in diesen einen Trade.

Nein, machst du nicht, bitte. Du machst bitte dein Risikomanagement und ein Ding nach dem andere. Und entwickele dich auch mit den Trades, mit den Investments. Komm da mal rein. Und dann kannst du genau das erreichen, was auch andere Profiinvestoren erreichen. Und ich meine auch Warren Buffett hat klein begonnen. Der wurde ja auch nicht von einem Tag auf den anderen Milliardär. Er wurde Milliardär ab seinem fünfzigsten Lebensjahr, das muss man auch mal im Hinterkopf behalten. Das heißt auch da ist es ein Prozess gewesen. Und das vergessen einfach viele Leute.

Kathrin: Absolut. Und du hast vorhin gesagt, also dass der Aktienmarkt im Grunde auch nicht homogen ist. Also wenn etwas hoch ist, ist nicht alles gute hoch. Das ist beim Immobilienmarkt ja auch so. Es gibt ja überall Zentren, die sich dann entwickeln, wo man günstig kauft und die in fünf Jahren sich, was weiß ich, plötzlich im Preis verdoppeln und so. Und das ist ja auch ein bisschen vorhersehbar. Also wir haben ja auch viel Immobilien gekauft und verkauft und die letzte die wir in Australien hatten, da haben wir wirklich geguckt. Ah, da wird jetzt eine Straße gebaut und da endet die und da kaufen wir ein. Haben das Haus gekauft, haben zwei Jahre drin gewohnt und haben 100.000 Dollar da rausgeholt, ohne irgendwas an diesem Haus zu machen, und sind dann wieder ausgezogen. So ist es im Aktienmarkt halt auch, da sind überall halt immer diese kleinen Jams, diesen kleinen Goldnuggets und die muss man halt finden. Ist das richtig einigermaßen ausgedrückt?

Jana: Ja. Und der Punkt ist ja der, man muss sich ja auch anschauen, wie ist denn die Masse der Menschen, die quasi sich überhaupt nicht bildet und gar nicht lernt was Aktieninvestments überhaupt sind. Die ist halt im Blindflug unterwegs, das heißt die hat überhaupt keine Orientierungspunkte. Erstens, ist das ein gutes Unternehmen. Zweitens, haben die keine Orientierungspunkte, ist denn überhaupt die Aktie gerade fair gepreist, also wo liegt es denn gerade, darf ich es denn gerade zu diesem Preis überhaupt kaufen. Sondern die Masse investiert meist basierend auf heißen Trends, basierend auf heißen Börsenbriefen, auf irgendwelche heißen Empfehlungen, wo dir irgendeine Wachstumsrakete empfohlen wird. Aber du kannst es für dich selbst noch nicht greifen.

Du weißt schlichtweg noch nicht, ist das jetzt wirklich so, weil du nicht in der Lage bist das zu beurteilen, weil du dir auch gar nicht die Zeit nimmst das zu beurteilen. Und die Unternehmen auf die ich mich bei meinem Investment spezialisiere oder das was auch Warren Buffett macht, er geht gar nicht auf diese Wachstumsraketen im Sinne von die vielleicht erst ein, zwei, drei Jahre am Markt sind, wo es keine Finanzhistorie noch gibt, wo du dir nur die Hoffnung kaufst. Sondern er geht auf Unternehmen, die etabliert sind, wo das Geschäftsmodell ganz klar funktioniert. Er geht auf Unternehmen, wo es eine Finanzhistorie gibt und wo ein gutes Management da ist, wo ein Management ist, das weiß was es tut. Also es sind verschieden Faktoren. Aber es heißt ic gehe auf gute Unternehmen, die schon länger da sind und versuche die unter Wert zu kaufen oder für einen Preis zu kaufen, der halt Sinn ergibt oder mit diesen Unternehmen andere Strategien anzuwenden, wie auch mal ein Put zu verkaufen, wenn ich auf meinen perfekten Preis noch warte und er langsam in diese Richtung kommt, also das sind die Dinge, die ich quasi mache.

Das bedeutet aber auch, dass ich manchmal warten muss bis das Unternehmen, das ich haben will, endlich da ist. Das muss nicht 10 Jahre dauern. Das kann aber mal ein halbes Jahr dauern, vielleicht mal ein Jahr. Aber das ist für mich egal, weil für mich liegt der Gewinn immer im Einkauf, das ist auch bei Immobilien so. Wenn mein Mann Immobilien shoppen geht, wie lange es teilweise dauert bis er den perfekten Einkaufspreis verhandelt hat, sonst fasst er das nicht an. Und das was bei Immobilien normal ist, ist für viele auf der Aktienseite irgendwie so weit weg. Im Grunde haben für mich beide Invest-Klassen sehr viel gemeinsam.

Kathrin: Ja. Und was mir immer wieder auffällt ist, dass Laien immer wieder zu einer Zeit kaufen, wo eigentlich der Anstieg vorbei ist. Also ich habe eine Wohnung verkauf, und ehrlich gesagt, ich habe mich ein bisschen kaputtgelacht darüber. Da war ein riesiger Ansturm auf dieser Wohnung, die als wir die gekauft haben war es nicht schwierig die zu bekommen. Ich hatte wirklich 25 Leute direkt am Telefon. Wir haben eine Besichtigung gehabt, ich war noch nicht mal da, und nach drei Wochen war der Vertrag unterschrieben zu einem irren, horrenden Preis, wie ich dachte. Und ich hätte fast der guten Frau gesagt: sind sie sich sicher, dass sie die Wohnung jetzt kaufen wollen, weil ich sie für dermaßen verrückt empfunden habe. Und so ist es mit Aktien ja auch. Die Leute kaufen, wenn die Aktien schon sehr hoch im Preis sind, wenn es dann eben oft keine gute Investition mehr ist.

Jana: Warren Buffett hat auch mal einen ganz spannenden Vergleich gebracht. Er sagt, also wenn wir Aktien kaufen, befinden wir uns ja auf der Einkäuferseite. Und jeder Einkäufer, also wenn du ein Auto kaufen willst, du brauchst ein Auto, dann schaust du ja auch, dass du es möglichst günstig kriegst. Und auf der Aktienseite ist es ein bisschen verrückt, dass die Leute denken, wenn die Aktienkurse steigen, naja dann muss ich auf diesen Zug aufspringen und die kaufen. Und die kaufen dann meist, wenn es schon auf so einem Zenit ist und wissen auch gar nicht passt dieser Preis zu dem Wert, passt das überhaupt zueinander. Und das ist ja dann genauso, wie wenn du ein Auto kaufen würdest und sagst am Ende, warum hast du das Auto gekauft und du sagst naja, weil die Autopreise gestiegen sind, deswegen habe ich das Auto gekauft.

Kathrin: Das ist echt ein guter Vergleich, ehrlich gesagt. Was ich auch total super fand, das hast du schon im Event gesagt, dass man eben sich mit Unternehmen beschäftigen darf. Also du hast so die Erlaubnis gegeben sich mit Unternehmen zu beschäftigen auf die man richtig Bock hat. Also zum Beispiel, was weiß ich, Prada, Escada, Juwelen, was auch immer, wenn man wirklich eine Leidenschaft für etwas hat, oder Kosmetik, dass man halt sich in der Branche auch wirklich umtun sollte. Ich meine das ist so einfach. Hinterher findet man sich so dumm, aber da bin ich nie drauf gekommen.

Jana: Ja, das ist im Grunde so, die Basis fürs Investieren ist der eigene Kompetenzkreis. Und das wurde auch von Warren Buffett und Charly Munger geprägt, weil die investieren extrem und konsequent nur innerhalb von dem, was sie verstehen. Kompetenzkreis heißt einfach: Invest in what you know. Und dann bist du überhaupt erst in der Lage zu verstehen was du da liest. Weil wenn du von Bio-Tech oder von Banken gar keine Ahnung hast, du bist keine Bänkerin, du bist kein Bio-Tech-Mensch, dann wirst du das Unternehmen nicht verstehen.

Du hast vielleicht gehört es ist eine sexy Branche, aber du liest dann den Geschäftsbericht und das sind böhmische Dörfer für dich. Wenn du dagegen etwas nimmst, womit du dich gut auskennst, und das können Autos sein, bei dem anderen sind es Kosmetik und Luxusartikel, was auch immer, der andere reist gern, dann bist du in der Lage das was du liest einzuordnen. Also das heißt du hast so eine Art Wissensvorsprung, wenn du dich eben innerhalb von deinem Kompetenzbereich bewegst. Es wird dir mehr Spaß machen. Und viele fangen ja gar nicht erst an, weil die denken das ist so kompliziert und das macht keinen Spaß und Geschäftsberichte sind furchtbar. Nein, sind sie gar nicht, wenn du das liest was dir Spaß macht. Das ist ähnlich wie wenn du dir eine Zeitung kaufst.

Du magst Kosmetik, Beauty, Mode und du kaufst dir das und du hast Spaß das zu lesen. Oder du bist ein Auto-Freak und du kaufst dir eine Auto-Zeitschrift, du hast Spaß das zu lesen. Und so ähnlich ist es auch bei Geschäftsberichten. Das bildet dich ja auch weiter. Warren Buffett liest wahnsinnig, wahnsinnig viel. Also jede Form, sei es ein Geschäftsbericht oder wenn du dich auf diese Branche konzentrierst, alles was du da drum rum liest, das bildet dich weiter und macht dich dann auch zu einer besseren Investoren, weil du Dinge nochmal anders einschätzen kannst.

Kathrin: Ja. Und das ist ja auch klar, also ic habe jetzt das Gefühl ich habe da wirklich wenig Ahnung noch, aber wenn mich eine Branche jetzt interessiert und fasziniert, dann lese ich mich auch ein und dann tu ich es auch gern und dann entwickele ich eben auch so eine Leidenschaft dafür. Und ich finde das gehört in jedem Fall dazu, dass man für etwas wo man Geld reinsteckt auch eine gewisse Leidenschaft und Freude hat, weil du musst halt, egal ob du investierst oder selbstständig bist, du übernimmst ja Verantwortung für deine finanzielle Zukunft.

Also in Deutschland bezahlt dir ja auch als Selbstständiger niemand eine Rente. Du bist für alles im Grunde ganz allein verantwortlich. Und wenn du das nicht liebst was du tust, dann siehst du ganz schön alt aus, weil es ist eben mehr Aufwand, es ist mehr Risiko, es ist von allem ein bisschen mehr und dann sollte man, meiner Ansicht nach, das tun was man liebt. Nun hast du schon ein paar Mal deinen Mann erwähnt, Paul Misar ist ja auch wirklich sehr, sehr bekannt in Deutschland als der Immobilien-Tycoon. Und ich finde das auch total spannend einfach mal kurz zu hören, wie ihr euch getroffen habt und wie so dieses Zusammenleben von zwei ganz starken Persönlichkeiten, von zwei ganz starken Unternehmerpersönlichkeiten ist.

Denn, also wenn ich mich so bei meinen Online-Marketing-Kollegen umgucke, es ist doch überall eigentlich sehr, sehr traditionell. Also die meisten Männer haben eine Frau zuhause und diese Frau, also ich will das überhaupt nicht abwerten, weil ich bin super gerne Mutter und zwei Jahre lang war ich nur Mutter, und wie gesagt, ich habe das geliebt, das waren meine glücklichsten zwei Jahre mit, die ich je hatte. Und ich finde das total wichtig, dass Mütter für ihre Kinder da sind. Also ich will die Frauen nicht abwerten, nicht dass das falsch verstanden wird.

Aber für den Mann ist das natürlich gemütlich. Der steht 250 Tage auf der Bühne, kommt nachhause, dann sind die Kinder im Bett, dann gibt es noch ein Gute-Nacht-Küsschen- ich meine das ist jetzt ein bisschen überzogen, aber als alleinerziehende Mutter hat man es schon ein bisschen schwerer. Aber so wirkliche Power-Couples kenne ich ganz wenige, wo zwei Menschen wirklich geleichberechtigt starke Unternehmerpersönlichkeiten sind und beide so ihr eigenes Ding in die Welt rein, das finde ich mega spannend. Wie ist das? Gibt es da auch manchmal so Reiberein? Oder wie habt ihr euch kennengelernt? Und wie empfindest du das heute so diese Beziehung?

Jana: Also bei mir war es halt so, ich wusste ich bin niemals eine Frau für die zweite Reihe, das war für mich klar. Und das ist auch etwas, was ich von Anfang an durch mein Tun auch kommuniziert habe. Also ich habe meinem Mann 2004 kennengelernt. Wir kennen uns schon sehr lange. Und 2004, also ich habe 2003 angefangen zu studieren und wir haben auch einen Altersunterschied. Und ich habe quasi gerade angefangen die Welt zu entdecken für mich, es war gerade mein zweites Semester und ich habe nebenbei gearbeitet, um mein Studium zu finanzieren. Und dann war ich auf dem Nürburgring bei der Formel 1 und habe dort so einen Studentenjob gehabt und habe so einen Simulator erklärt, so einen Toyota Simulator-Auto im Rennanzug.

Und das war im Mai und ich sollte ab August nach Sibirien gehen für ein halbes Jahr, mein erste Auslandsaufenthalt. Und dann kam Paul. Und er war auf einmal da und wir hatten 20 Jahre Altersunterschied. Und ich dachte nur, was mache ich jetzt mit dir. Ich war überhaupt nicht vorbereitet auf irgendwelche Männer, die 20 Jahre älter sind als ich. Ich war vor allem sehr konservativ erzogen. Ich hatte gerade mal so meine ersten Dates gehabt mit 18, 17. Also ich war wirklich so eine ganz brave, ganz studieren, gute Noten, bla, bla, bla. Und dann kommt Paul, der gerade irgendwie frisch geschieden ist und 20 Jahre älter und der mit mir leben will. Und ich war damit total überfordert. Ich war wirklich überfordert. Wir hatten so eine Wahnsinns Basis, also wir mochten uns auf Anhieb, wir hatten sofort dieses Wir-Kennen-Uns-Schon. Wir haben sofort eine extreme Verbundenheit gehabt. Wir konnten miteinander einfach sein. Also es hab überhaupt kein wir müssen jetzt das und das, wir könne auch miteinander einfach schweigen.

Und das war anders zu den Männern, die ich davor kennengelernt hatte. Na gut, ich meine mit 18,19 war das ja sehr überschaubar. Aber das war quasi das erste Mal, wo wir uns begegnet sind. Und dann begann eine lange Reise, weil ich bin dann quasi sofort, mehr oder weniger, nach Sibirien für ein halbes Jahr. Dann kam ich zurück, dann bin ich nach Australien für ein halbes Jahr. Ich kam zurück, dann bin ich nach London. Und so war ich quasi in meinem Studium sehr viel unterwegs, weil mir war das wichtig. Und ich habe auch von Anfang an kommuniziert, also ich bin nicht die Frau, die jetzt nach Wien zieht, das Studium abgibt, nicht das durchzieht, was sie sich vorgenommen hat, weil das ist für mich wichtig. Und er ist mitgekommen, ist nach Sibirien mitgekommen, also hat mich da besucht. Er war zwei Mal in Australien, also London. Und das war quasi so ein Prozess. Also quasi die ersten zwei Jahre ein Reifeprozess für mich, weil ich mich noch nicht komplett darauf einlassen konnte, sondern ich wusste irgendwie so im tiefen Inneren, so meine Intuition, wir sind verbunden, aber ich muss erstmal irgendwie fertig werden, ich muss reif werden. Ich war noch nicht so weit. Und als ich dann mit dem Studium fertig war, komplett wusste wo geht mein Weg hin, wer bin ich, das ist ganz wichtig, wer bin ich. Weil Paul war ja quasi auch schon damals erfolgreich und hatte seine Firmen, also hatte quasi sein Chemie-Konzern damals schon aufgebaut, war gerade im Verkaufsprozess. Und mir war wichtig zu wissen wer bin ich. Und dann als ich das irgendwie wusste, als ich meinen ersten Job im Investmentbanking in München angetreten bin, dann sind wir richtig dann zusammengekommen. So wirklich mit allem was dazugehört. Und von da ging dann die Reise quasi weiter. Und 2016 bin ich dann umgezogen und das waren dann auch bewusste Schritt. Und das war dann auch für mich ganz klar, dass sich das richtig anfühlte. Das was du angesprochen hast mit diesem gemütlich, das ist für mich gemütlich, wenn die Frau es gemütlich macht. Ja, das ist für Männer gemütlich, aber ich bin nicht immer gemütlich. Und das war quasi auch unser einziger Reibepunkt, weil mein Mann auch oft – nicht oft, aber immer wieder – also er hat mich zwar bestanden, aber für ihn war das so total normal zu fragen, kannst du meinen Flug buchen, kannst du mal das zur Post bringen, also diese Assistenzsachen, und kannst du mal die Liste aktualisieren mit den Kunden. Und ich sage Schatz, habe ich dich jemals gefragt eine Liste zu aktualisieren mit meinen Kundinnen, habe ich dich jemals gefragt nach einem Flug für mich zu recherchieren, habe ich jemals das und das und das gemacht. Gehst du für mich zur Post? Holst du für mich meine Wäsche aus der Wäscherei? Also na klar, mal Nettigkeiten, natürlich. Aber warum ist das so selbstverständlich, das eine Frau als Assistenz fungiert. Das ist etwas, was mein Mann lernen musste. Vor allem im Zusammenleben lernen musste, dass ich eben meine eigene Insel bin und im Grunde im Business als Investorin genauso ticke wie er. Also brauchst du ein Flug, bitte ruf die Sekretärin an, die Assistentin, die lieben das, die haben sich diesen Job gesucht. Aber ich hasse, bitte kontaktiere mich nicht deswegen. Es sei denn sie ist krank, dann können wir gerne gemeinsam googeln oder klar, dann ist es was anderes, wenn es eine Nettigkeit ist, dann ist es einfach eine nette Geste. Aber das ist der einzige Punkt gewesen, wo ich umdenken musste, und das war für mich ein Prozess, wo er aber jetzt wirklich gut damit umgeht. Und klar, für uns ist das auch ein bisschen schräg gewesen, weil für ihn war es auch ganz lustig – also ich komme ja aus dem Investmentbanking und ich habe vieles gemacht ab 500 Millionen aufwärts, das ist eine andere Liga. Mein Mann hat immer so gedacht, klar er wusste ich mache da einen guten Job, ich habe ja auch gut verdient, aber für ihn, das war so lustig, wo er manchmal gesagt hat: Also ich finde das interessant, dass du Ex-Bänkerin bist, aber dass du Buchhaltung nicht magst. Ich so: Ja, Schatz, aber ich habe doch nicht Belege sortiert in der Bank. Ich war doch nicht in der Buchhaltung in der Bank, wo ich Belege sortiert habe. Ich bin zum Vorstand und der wollte Geld, er wollte ab 500 Millionen am Kapitalmarkt aufnehmen und ich habe gesagt, so ich bin die, die das für dich machen kann, sind wir im Geschäft. Und ich habe ihm dieses Ding quasi gemanagt, die Transaktionen begleitet mit meinem Team. Ich habe nicht Belege sortiert. Und das was sehr interessant war, einfach in unserer Entwicklung, dass für ihn, obwohl er irgendwie wusste die Jana hat da wohl was Großes gemacht, die hat da für den Vorstand gearbeitet, dass er da trotzdem nicht die Kragenweiten von dem gespürt hat oder nicht einzuordnen wusste, in der Konsequenz quasi dachte es ist für mich total selbstverständlich ist Assistenzsachen zu machen und das war es nicht. Und ich habe das extrem auch kommuniziert. Und das war wirklich interessant.

Kathrin: Aber, also für mich wird der Mann immer interessanter, weil welcher Mann lässt sich darauf ein?

Jana: Ja, das ist richtig.

Kathrin: Ich meine, es gibt natürlich tolle Männer, die eine starke Frau neben sich haben wollen, aber die meisten ticken ja nun nicht so. Insofern finde ich, herzlichen Glückwunsch. Da hast du schon den richtigen gefunden, denn es geht ja nicht nur darum, dass alles immer und von Anfang an perfekt ist, sondern es geht ja darum Kompromisse zu finden.

Jana: Gemeinsam zu wachsen und auch klar zu kommunizieren wer du bist. Ich meine, ich hatte jetzt am 26ten Januar meinen ersten Female Investor Day in Wien. Und wir haben auch über die Erfahrungen von anderen Frauen gesprochen. Ich habe ja sehr viele Businessfrauen, die zu mir kommen, Managerfrauen, Ärztinnen, die wirklich gut schon dabei sind. Und die haben auch alle so gesagt, naja, wenn Männer auf erfolgreiche Frauen treffen, das existiert teilweise in ihrem Portfolio gar nicht, die kennen das schlichtweg nicht. Die Mama war vielleicht einfach Kellnerin oder sie war Frisörin, was ja überhaupt gar keine Wertung ist, aber für viele ist das überhaupt nicht normal auf einmal mit einer anderen Sorte Frau konfrontiert zu werden. Und von uns wird es immer mehr geben, also es ist gerade so, wir entwickeln uns gerade. Die Frauen haben gerade so viel aufzuholen. Ich habe das auch beim Female Investor Day gezeigt. Diese Entwicklung, dass du in den 60er-Jahren noch nicht mal ein Bankkonto ohne die Erlaubnis deines Mannes haben durftest. In den 70er durftest du gerademal, wenn der Mann die Erlaubnis gegeben hat, einen Job antreten. Das ist gerade mal vor ein paar Jahrzehnten gewesen. Und jetzt seit Entwicklung Internet und wo sich Dinge und Lebensmodelle verbreiten, entdecken die Frauen, und das ist ja dein Thema, wie es ist etwas eigenes in die Welt zu bringen. Diese eigene Essenz, dieses eigene Licht, jeder hat einen eigenen Abdruck in sich. Der eigene Fußabdruck, der in die Welt gehört. Und das ist einfach das, was so schön ist zu beobachten. Also Männer, die gerade zuhören, das ist total normal. Es ist normal, dass ihr solche Frauen gerade kennenlernt. Es wird mehr von uns geben und das ist gut so. Für euch ist das ja selbstverständlich. Und das i-Tüpfelchen von alldem ist, dass eben Frauen für sich entdecken, wow ich kann nicht nur ein eigenes Business, sondern ich bin auch noch Investorin. Ich gehe in das Milieu rein, in eine Sphäre rein, die irgendwie von Männern dominiert war, deswegen habe ich mir eingeredet ich kann das nicht, weil es nur Männer gemacht haben. Und auf einmal entdecke ich, ich kann das auch und das ist diese Evolution die gerade stattfindet und das finde ich mega, mega geil.

Kathrin: Ich finde das auch mega, mega geil. Ich finde aber auch, dass sich sowohl Frauen, als auch Männer entwickeln und auch entwickeln müssen. Also ich spreche immer so in Anteilen. Eine Frau hat ja auch männliche Anteile und Männer haben auch weibliche Anteile. Und meine Botschaft ist es eigentlich wirklich diese weiblichen Anteile mehr in die Welt zu bringen, mehr Gefühl, mehr Leidenschaft, mehr Empathie und diese Dinge, die eben lange, lange Zeit ein bisschen hinten angestanden haben, die sehr von den männlichen Anteilen dominiert worden sind. Frauen lernen also mehr so ein bisschen an ihre männlichen Anteile zu kommen und die Männer lernen eben mehr an ihre weiblichen Anteile zukommen ohne ihr Mann-Sein zu verlieren. Ich glaube das ist eine der entscheidendsten Entwicklungen ist, die wir gerade durchmachen, wo es aber auch noch ganz schön viel Holpersteine gibt, wie bei allen riesigen Veränderungen, geht es eben nicht ohne Schmerzen und Herausforderungen. Gut, das zeigt sich halt an unserer Scheidungsrate, meiner Ansicht nach. Aber gut, das ist ein super großes Thema. Was mich noch brennend interessiert, du hast gerade schon deinen Female Investor Day angesprochen und ich war ja da in Berlin, da waren wir im Hotel Atlon. Ich bin ja auch so ein kleines Luxus-Girl. Ich brauche das gar nicht jeden Tag, also für mich, punktuell liebe ich sowas total. Ich brauche das nicht 364 Tage im Jahr, aber also als wir in Paris waren, waren wir dann auch im Fünf Sterne Hotel und im Atlon habe ich auch schon übernachtet in meiner eigenen Stadt. Ab und zu liebe ich das total, deswegen, das war toll. Und vor allem auch in dieser kleinen Runde, also nicht 100 Frauen, sondern mehr so einen eigenen kleinen Raum gehabt. Wir haben da am Tisch gesessen. Einige von den Frauen sind mir wiederbegegnet auch, das war auch schön. Und es war einfach ein ganz toller Tag. Ich habe das total genossen. Und dann nebenbei noch ganz, ganz viel gelernt. Erzähl uns ein bisschen über den Tag, wer dahin gehen sollte und wie man hinterher verändert wieder rauskommt.

Jana: Also ich habe die Female Investor Days in 2019 ins Leben gerufen und das war tatsächliche eine Premiere, wo du warst in Berlin. Das war ja der erste.

Kathrin: Überhaupt?

Jana: Day, ja. Ich hatte davor Female Investor Mentorings, ich hatte Einzel-Coaching gemacht. Aber das war der erste Day im Atlon. Ja, tatsächlich. Ich hatte erstmal meine Facebook-Gruppe, die Female Investor Gruppe dort Online-Coachings gegeben. Aber irgendwann habe ich dann gespürt, ich will die Frauen live treffen. Mir reicht diese Facebook-Gruppe nicht. Die sind so weit weg, auch wenn sie im Live-Video sind, sie sind weg, ich spüre sie nicht. Ich schaue denen nicht in die Augen. Es fehlt die Herzverbindung. Und ich wollte die Frauen spüren, ich wollte sie sehen. Und dann habe ich diese Female Investor Reihe gestartet. Und das war dann im September der erste Tag in Berlin, dann war ich in München, dann war ich in Frankfurt und in Wien. Und das sind eben spezielle Tage in denen ich eben auch punktuell einen besonderen Luxus oder eine besondere Atmosphäre haben möchte. Das ist es, eine besondere, nicht alltägliche Atmosphäre. Und dann habe ich eben geschaut, also wie soll ich diesen Tag strukturieren, wie soll ich ihn machen. Ich höre auch extrem auf mein Bauchgefühl und meine Intuition. Und dann war eigentlich ganz klar ich möchte den Frauen ein Erlebnis bieten. Es soll nicht nur um Finanzen und Investments gehen, sondern ich will, dass sie Luxus auch spüren. Ich möchte, dass sie spüren was es heißt in so eine Umgebung einzutauchen, weil das für viele Frauen auch noch so negativ belegt ist. Also, ich will ein bisschen Geld, aber ich will nicht reich sein. Reich sein ist so negativ belegt bei manchen Menschen. Und reich sein ist geil. Das ist super. Das ist wunderbar. Also, wenn du arm bist, du hilfst keinem Menschen da draußen, nicht mal dir selbst. Und allein durch diese Umgebung, dass du dich in diese Energie reinbegibst. Und viele Frauen sind noch nie in einem Fünf Sterne Hotel der Extraklasse gewesen. Bei denen passiert allein dadurch schon was, dass sich auf einmal so ein Raum öffnet. Okay, für andere Frauen scheint das normal zu sein, puh was machen die. Das heißt ich wollte tolle Hotels, dann eben nicht so ein Massenveranstaltungsraum, sondern einen Executive Board Room, also wo normalerweise nur diese Jungs tagen, diese Vorstände. Wo man sich zurückzieht, um etwas Besonderes zu besprechen. Also ein Executive Board Room im Atlon, dachte ich das ist gut, das nehme. Und ja, man lernt im Grunde an diesem Tag, also es ist so ein Einstieg, ein Überblich, was ist alles möglich im Aktienmarkt und wie funktioniert er und wie funktioniert er auf keinen Fall. Und das ist was er vermittelt. Ich zeige auch grundsätzlich mit welchen Strategien ich arbeite. Wir beleuchten am Vormittag also die klassischen Dinge, die so die Masse quasi macht. Und am Nachmittag analysieren wir zwei Unternehmen gemeinsam. Und ja, man darf Fragen stellen, man darf sich austauschen. Mittags gibt es ein Menü. Und es ist quasi Investorin werden auf eine entspannte Art und Weise. Ich habe auch lange überlegt, soll ich so ein Konzept machen, dass ich vielleicht zwei Tage mache und dann arbeitet man auch schon am Rechner. Aber ich habe eine Sache festgestellt, ich weiß, dass viele meiner männlichen Kollegen auch Wochenenden machen, wo du dein Rechner mitnimmst und dann lernst du schon mal irgendeine Options-Strategie oder irgendwas. Das Ding ist, ich bin überzeugt, du kannst vielleicht eine Strategie an einem Tag lernen, aber dir fehlt das Gefühl der zweiten Haut. Die zweite Haut, dass du verstehst, warum du das genau so setzt diesen Trade, das entwickelt sich über einige Wochen und Monate. Das heißt ich wollte erstmal Impulse geben, was ist alles möglich und du bekommst auch schon so viel Content an dem Tag. Aber ich bin der Meinung, du kannst nicht Warren Buffett an einem Tag werden. Und deswegen ist auch der Weg bei mir so, dass wenn du sagst das ich was für mich, du fühlst dich angesprochen von der Art und Weise dieser Art des Investierens. Ich mache das auch nur mit Frauen, also auch meine Mentorings sind nur für Frauen. Du möchtest das auch innerhalb von einem Frauen-Zirkel lernen, dann gibt es da Mentoring-Programme hintendran. Aber dieser erste Tag ist einfach, um eine Idee zu bekommen, um sich mit anderen tollen Frauen zu vernetzen, die sich für Investments interessieren, weil wir sind ja auch noch eine besondere Spezies, viele gibt es ja von uns gar nicht, und das ist das Ziel.

Kathrin: Ach, aber du füllst die Tage aber jetzt ganz gut, also. Ich glaube, da gibt es schon eine ganze Menge Frauen mittlerweile.

Jana: Ja, ja. Das kommt gerade. Die Frauen werden immer hungriger, die werden immer was gibt es da noch. Das ist super spannend, was da gerade passiert.

Kathrin: Ja, offen sind Frauen auch was zu lernen, Also das ist mein Gefühl auch, dass Frauen viel offener sind für Wachstum, für eben auch das Feedback, was ja auch damit einhergeht. Ich meine, wenn man wächst, dann stößt man ja auch immer mal wieder so an irgendwo. Also da habe ich das Gefühl, dass Frauen viel offener dafür sind. Also sehe ich auch so, der Female Investor, der ist eine Kostprobe, wo man überhaupt erstmal den Zucker ein bisschen schmecken kann und sich dann überlegen kann, ob das halt das Richtige ist. Und ich stimme dir total zu, ich war ja auch schon bei dem Müller in Hamburg zwei Tage und das war super und dann bin ich da rausgekommen und habe nichts damit gemacht, weil ich einfach dann irgendwie mich alleine damit gefühlt habe und da nicht so richtig reingekommen bin. Und deswegen bin ich ja auch bei dir ins Mentoring gegangen, weil ich das sehr, sehr sinnvoll finde. Also finde ich super, einen Tag und dann kann man sich entscheiden, habe ich da Bock drauf oder nicht. Und dann kriegt man halt 12 Wochen. Du machst ja auch noch andere Sachen wahrscheinlich.

Jana: Ich mache sechs Wochen, 12 Wochen. Ich mache sechs Monate und 12 Monate. Also da gibt es verschieden Programme, je nach Intensivität, je nachdem wie sehr man sich in dem Substitutionsthema noch vertiefen möchte. Und was mir auch ganz wichtig ist, also mein Slogan, das hast du am Anfang auch schon genannt: Mit High Heels zur Rendite. Und das heißt wir müssen jetzt nicht irgendwie, also viele denken ja wir müssen Investorin sein, die Bankberaterin, das ist alles furchtbar bieder und das muss nicht sein. Du kannst deine High Heels beim traden behalten und ich will das Frauen Investieren sexy finden. Genauso wie sie es ja auch sexy finden ein eigenes Business zu starten, so dieses eigene in die Welt zu bringen. Und für alle die Lust haben auf „High Heels zur Rendite“, dann freue ich mich auf euch. Ich habe einige Termine in diesem Jahr, die stehen alle fest, die kannst du ja dann auch gerne verlinken.

Kathrin: Mache ich natürlich. Ganz klar.

Jana: Ja, ich finde das toll mit den Ladies.

Kathrin: So, also ehrlich gesagt, ich könnte den ganzen Tag mit dir weiter quatschen. Ich finde das so spannend. Und es ist aber wirklich so spannend und da sind noch so viele Sachen über die wir sprechen könnten.

Jana: Wir machen dann einfach Teil 2.

Kathrin: Ja genau, das machen wir auch. Mit Paul spreche ich demnächst ja auch, da freue ich mich schon riesig drauf. Aber so zum Abschluss, was würdest du jetzt den Zuhörerinnen empfehlen so als ersten Schritt in dieses Thema hinein? Würdest du dir da ein Buch kaufen? Also jetzt abgesehen von dem Tag, den ich auf jeden Fall total empfehlen kann. Aber wenn jetzt aus irgendeinem Grund die Person noch nicht so weit ist, dass sie diesen ersten Schritt machen will, ist natürlich auch vom Preis her echt eine Mini-Investition, wie ich finde. Aber sagen wir mal aus irgendwelchen Gründen kommt dieser Tag noch nicht in Frage, was kann man tun?

Jana: Also das erste finde ich, und das gebe ich einfach jeder Frau als Grundnachricht an die Hand, also ich bin ja sehr Inspiriert worden von Designerinnen und natürlich auch von großen Investoren dieser Zeit, wie Warren Buffett und Co. Und bei Designerinnen war das bei mir sehr stark auch die Diane von Fürstenberg, eine geniale Designerin. Und die hat ein Buch geschrieben, das ich extrem jeder Frau empfehle, und das Buch heißt, das ist ihre Autobiografie, die Frau, die ich sein wollte. Und das heißt meine Message an die Frauen, die gerade zuhören, schau erstmal was ist die Vision von dir als Frau, welche Frau möchtest du sein. Wenn du zurückblickst, was muss passiert sein, damit du sagst, ich bin die Frau, die ich sein wollte. Das ist so geil, ich will keine andere Frau sein, genau die, die ich gerade bin. Was muss passieren? Das ist der erste Schritt, bevor wir ins Investieren gehen oder Businessaufbau oder sonst was. Und der zweite Schritt, wenn du jetzt sagst okay, das Thema Investment und Aktien vor allem, ich bin ja vor allem eine Aktieninvestorin, reizt mich. Und du hast noch nicht die Zeit für den Female Investor Day oder du bist vielleicht Studentin und hast noch nicht das Geld, was auch immer, total egal. Wobei, für Studentinnen mache ich auch Sondertarife, dann könnt ihr mich auch gesondert anschreiben. Dann empfehle ich dir einfach mal mit der Quelle zu beginnen und die Quelle ist einfach Warren Buffett. Die Quelle ist auch für mich ein Peter Lynch, das sind die Investoren, die mich maßgeblich beeinflusst haben. Das sind die Investoren, die im Grunde sehr, sehr die gesamte Investoren-Community nachhaltig beeinflusst haben. Und da kann man nichts falsch machen, das ist als ob – nicht die Bibel, die Bibel ist es nicht – es ist ein wahnsinnig guter Starting Point und von da aus kannst du nicht viel falsch machen. Du wirst einfach da eine super solide Basis bekommen und mit den Investorenbriefen von Warren Buffett, von Halloway beginnen. Er schreibt ja seit Jahrzehnten schon jedes Jahr super tolle Investorenbriefe, also die sind auf English. Also es gibt auch eine Biografie von Warren Buffett. Also es gibt verschieden Dinge, oder auch ein Buch von Peter Lynch. Da kann man ganz gut starten, aber die Basis ist immer: Was muss passieren, damit du rückblickend sagst, ich bin die Frau, die ich sein wollte.

Kathrin: Ja das ist ein schönes Abschlusswort, denn das sehe ich genauso. Die Vision von dir selbst ist eigentlich das wichtigste, das A und O für jegliche Form von Erfolg. Super Jana. Ich danke dir ganz, ganz herzlich. Das war mega, mega interessant. Mega spannend. Und ja, ich bin sicher, dass viele von den Zuhörerinnen jetzt scharf sind auf den Female Investor Day. Wie gesagt, das werden wir natürlich verlinken und ich finde das sehr schön, dass du den Hinweis gegeben hast, dass junge Frauen, Studentinnen, Schülerinnen, egal welchen Alters jetzt so, also ich meine mit Grenzen, aber junge Frauen, dass die bei dir Willkommen sind und dass du es ihnen leicht machst zu kommen. Denn das ist ja auch für mich so ein Punkt, jeder Mensch, der ein Personal Development in irgendeiner Form anfängt, sagt irgendwann: Ach Mensch, hätte ich das doch vor 20 Jahren gewusst. Das ist immer so der Spruch finde ich. Und das gehört für mich absolut zu unserer Aufgabe dazu, junge Menschen wirklich an Board zu holen, Frauen oder Männer, wie auch immer. Aber die jungen Menschen, denen wirklich früh diese Methoden und Tools an die Hand zu geben, finde ich super wichtig. Also vielen, vielen Dank für deine Zeit.

Jana: Danke Dir!

Kathrin: Und wir sehen uns nächste Woche ja sicherlich in unserem Call wieder.

Jana: Genau.

Kathrin: Und jetzt wünsche ich dir erstmal ein schönes Wochenende und bis bald, meine Liebe.

Jana: Ja, danke dir. Danke euch. Und bist bald.

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